Montag, 4. Februar 2008

Hier und Jetzt als Ausrede


Aus einer E-Mail mit einer Klientin nach der ersten Sitzung. Ich musste ihren Satz zerpflücken, weil es so viele kommentierungswürdige Aussagen gab:

Alle Gefühle, die im Moment mich so beherrschen
Du bist der Boss. Wenn Du von den Gefühlen beherrscht werden willst, mach's einfach. Wenn Du mit ihnen arbeiten willst, mach' das.

sind vergangenheits- oder zukunftsorientiert
Auf diese Konzepte von Zeit werden die Gefühle ihre Wurzeln beziehen, aber fühlen tust Du sie 'jetzt' - sonst wären sie ja nicht da. Es ist egal, worauf sie sich beziehen, wichtig ist, dass sie da sind und gefühlt werden können.

und mit viel negativen Balast behaftet....
Bewerte doch nicht! Das ist Teil des Gefühls-Erlebnisses. Block es nicht aus!

Diese Gefühle, sind aber kein Hier und Jetzt und auch kein Sein.
Nein, "Sein" -im meinem Sinne- sind sie nicht. Aber sie helfen, zum "Sein" zu kommen.

Das Sein für mich ist es, zu fühlen was ist,
Das scheinst Du ja nicht zu tun. Du stempelst die Gefühle ab, als "nicht in diese Zeit gehörend" um sie igonrieren zu können / nicht fühlen zu müssen.

und zu tun, was zu tun ist...
Nichts "ist zu tun". Du entscheidest, was Du tun willst. Du bist der Boss.

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