Donnerstag, 24. Juli 2008

Gefühlsdichte


Deine Gefühlsdichte ist in jedem Moment gleich, egal was passiert.
Um das etwas anschaulicher zu machen, hier folgender Vergleich:

Du bist mit einem Boot auf dem Meer unterwegs. Damit Du noch weniger Ausreden hast, setzen wir das ganze auf einen Planeten, der nur aus Meer besteht, ohne Land, Ufer, Sandbänke und sowas. (Hätte der kleine Prinz statt mit Rosen, Schachteln und Schafen zu hantieren mal 'ne Badehose dabei gehabt, wäre ihm zu diesem Planeten bestimmt auch ein flotter Spruch eingefallen.)

Whatever, also Du bist im Boot auf dem Meer unterwegs. Um Dich herum ist Wasser. Das Wasser sind Deine Gefühle, Du bist Du und das Boot. Es ist immer gleich viel Wasser um Dich herum. Mal erscheint es aufgewühlt, mit riesengroßen Wellen, mal kabbelig, mal ganz ruhig, wie ein Spiegel. Aber es ist immer da, immer gleich im Grunde, nie mehr, nie weniger Wasser.

So ist das mit den Gefühlen auch, sie sind immer da. Manchmal bemerkst Du sie stärker, weil sie "mit Riesenwellen" daherkommen; mal denkst Du es wären gar keine da, weil Du Dir vormachst, sie schon zu kennen und daher zu faul bist, mal richtig hinzufühlen.


Aber die Gefühlsdichte ist immer gleich. Keine Ausreden mehr. Du musst nichts "erleben", um voranzukommen. Du kannst jeden Moment "erleben".
Und wenn Du so weit bist, dann hackst Du ein Loch in Dein Boot und ersäufst in Deinen Gefühlen. Drown.

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